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24. Mai  2012
Stadt Aalen kauft Stadtoval

Mit dem Kauf des ehemaligen Baustahlgeländes leitet die Stadt eine neue Epoche der Stadtentwicklung ein. Auf der vier Hektar großen Brachfläche soll ein lebendiges innenstadtnahes Stadtquartier entstehen, das geprägt ist von urbanem Wohnen, Arbeiten und Erleben. Der Gemeinderat hat mit der heutigen Kaufentscheidung eine historische Chance ergriffen.

Die rot umrandete Fläche wird von Aurelis erworben
Historische Chance für eine nachhaltige Stadtentwicklung

„Wir werden diese monotone Industriebrache in eine attraktive, urbane Stadtlandschaft verwandeln“ zeigt Baubürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler die Perspektive für die Stadtentwicklung Aalens auf. Sie ist erleichtert, dass die langwierigen und komplexen Verhandlungen mit dem bisherigen Eigentümer Aurelis positiv abgeschlossen werden konnten.

Seit im Jahr 2000 die Firma Baustahlgewebe ihre Aktivitäten auf dem Gelände einstellte, hat sich das Gebiet zwischen Braunenstraße und Bahnlinie zu einer Brache entwickelt. Zuvor war das Gelände mit dem zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingerichteten Eisenbahnausbesserungswerks eng mit der Eisenbahntradition Aalens verknüpft, die wesentlich zum wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt beigetragen hatte.

2003 übernahm die damalige Bahntochter Aurelis das Gelände, es deuteten erste Schritte auf eine industrie- bzw. bahnfremde Nutzung hin. Auch der Gemeinderat erkannte das Potenzial für die Stadt und leitete seit 2005 gemeinsame Aktivitäten mit Aurelis ein, wie den Perspektiv-Workshop, die Machbarkeitsstudie, eine Potenzialanalyse und zuletzt 2010 den städtebaulichen Ideenwettbewerb.

Parallel dazu wurde das Bebauungsplanverfahren auf den Weg gebracht und 2006 die Aufnahme in das Sanierungsprogramm „Stadtumbau West“ erreicht.
Unmittelbare Nähe zur Innenstadt

Potenzial hat das Stadtoval aufgrund seiner Größe und der Lage. In unmittelbarer Nähe zur Innenstadt besteht in den kommenden Jahren hier die einzige Möglichkeit, Wohnen und Gewerbe mit hochqualifizierten Dienstleistungen integriert in einem qualitätsvollen öffentlichen Raum anzubieten. „Solche Flächen benötigen wir dringend, damit wir unseren zentralörtlichen Aufgaben gerecht werden können“ weist Oberbürgermeister Martin Gerlach auf den starken Impuls für den Wirtschafts- und Wohnstandort Aalen hin. Im Gebiet können bis zu 460 Einwohner leben.

Durch die Beraterfirma Drees & Sommer wurden in einer Wirtschaftlichkeitsberechnung sämtliche Kosten und Einnahmen einschließlich der Sanierungseffekte bilanziert. Aurelis ließ auf eigene Kosten durch ein Fachbüro den Untergrund im Hinblich auf abfallrelevante Themen untersuchen. Mit Altlasten, so das Ergebnis, ist auf dem Gelände nicht zu rechnen.

Damit kann die Stadt nun mit beherrschbarem Risiko an die Weiterverwertung gehen. Dazu stimmt sich die Stadt mit der Firma Aurelis ab, die in einem gemeinsamen Bodenmanagement die Gebäude entfernen wird.

Als nächster Schritt wird Planungsrecht auf der Grundlage des Wettbewerbs geschaffen und das Förderprogramm Stadtumbau West fortgesetzt.

Das Stadtoval soll über einen Quartierswettbewerb abschnittsweise bebaut werden. So kann die Stadt flexibel auf neue Anforderungen reagieren.

So wie vor über hundert Jahren das Eisenbahnausbesserungswerk die Entwicklung der Stadt für Jahrzehnte geprägt hat, wird das Stadtoval die Stadtentwicklung Aalens nachhaltig beeinflussen.
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